Schirmgriff

Ein Schirmgriff aus Bein, geschnitzt, gedrechselt, verschraubt.

Ein Teil fehlt. Wegschmeissen?

Viel Wissen, ein grosses Materiallager und in diesem Falle entscheidend, das richtige Werkzeug.

Für Kenner: Gewinde, von Hand gestrählt, 28 Gänge pro Zoll. 

Und wieder herrscht Freude in Basel.

September 2021

Service einer Tabakpfeife

Nichts ist für einen Raucher wertvoller, als eine gut eingerauchte Pfeife und noch lange zu schade um weggeworfen zu werden!

Staune selber wie eine Tabakpfeife vor und nach dem Service aussieht. 

Ja, auch das gehört zum Drechslerhandwerk.

August 2021


Voll vergeigt !

Ein wunderschöner Ahornstamm, entpuppt sich zum Musikant. 

April 2021

 

Dieser Stamm, mit gut 60cm Durchmesser und 4m Länge, war ursprünglich für Teigschüsseln bestimmt. 

Nach dem Auftrennen mit der Motorsäge ist schnell klar: Keine Schüsseln, Geigen gibt’s ! 

Ahornholz muss aufgesägt sein bevor es grünt, damit das Holz nicht verliegt. Das weiss (fast) jeder Hölzige. Geigenbauerholz wird in Kreissektoren aufgeschnitten. Immer gegen die Mitte zu, konisch. 

Ein Sägewagen auf die Zuschnittbandsäge montiert, das Bandsägeblatt doppelt geschränkt und geschärft und schon geht’s los mit dem Zerlegen in Geigenhälse und Celloböden. Vielleicht kann ich in 20 Jahren noch hören wie die Musik auf «meinem» Holz spielt. 

Kurt, meine Werkstatthilfe, und ich freuten uns nach jedem Schnitt am geriegelten schneeweissen Ahorn und erst recht der Geigenbauer im Toggenburg bei der Lieferung! 

Ran an den Speck!

Speckstein ein seltener , aber willkommener Gast.

Speckstein wird seit mehr als tausend Jahren gedrechselt. Bis zum verheerenden Bergsturz von 1618 und der totalen Verschüttung der Stadt, war Piuro im Veltlin ( damals Untertanengebiet der Bündner, heute Italien) das Zentrum der europäischen  Specksteindrechslerei. 

Otto, der Hafner in Surrhein, baut und repariert Specksteinöfen.

Und…. ja, ich kann auch Speckstein. Ein seltener, aber willkommener Gast in meiner Drechslerwerkstatt. Keine aussergewöhnlichen Werkzeuge, aber viel Fingerspitzengefühl.

Hält der neue Ofenstopfen auch wieder 200 Jahre?

Tambourenstöcke


Manchmal gebe ich auch den Takt an.

Seit über  2 Jahrzehnten fertige ich für namhafte Her-steller von Tambourenstöcken die Holzteile. Geschla-chtes Eschenholz, natürlich abgelagert, garantiert Stock-geradheit.  

Nur für Basler: „ Mänggmool gfräits mi schoo, die aigeti Aarbet und s Holz wieder bschaue deerfe. Salli zämmä!

Musikakademie Basel

Gewinde für antiken Flügel

Und was ich sonst noch so auf die Beine stelle:

Neue Gewinde für einen Blüthner-Flügel aus Mahagoni, Baujahr 1890, Gewindesteigung abnormale 9 mm. Mit Sonderanfertigung vom Holzzahnrad für die Gewinde-fräsmaschine mit 27 Zähnen. 

Gaaanz einfach….. und es klappt. 

Kirche St. Jakob, Klosters

Wahre Schätze liegen in meinem Holzlager. Schweizer Zwetschgenholz, in Kanteln geschnitten. Jahrelang abgelagert. Da ziehe ich alle Register meines Könnens. 

Namhafte Orgelbauer gehören zu meiner Kundschaft, seit Jahrzehnten.  

Reformierte Kirche, 

St. Margrethen, SG

Lang, lang ists her, seit ich 1992, die Balusterpfosten für die Orgelempore in St. Margrethen und die Register-zugknöpfe mit Beineinlage angefertigt habe. Immer noch in Gebrauch, täglich schön, eine Erinnerung wert.

Treppenpfosten

Zwei Treppenpfosten aus gedämpfter Lärche mit Stirnendbearbeitung gedrechselt.

Lampenschirm aus Stroh

mit Nussbaumfassung

Rekonstruktion einer Lampe aus den 30- er Jahren.

Zuerst die Flechtform aus Lindenholz anfertigen,
dann den fragilen Strohschirm behutsam aber stabil mit Nussbaum und Messingteilen fassen und verdrahten.

Vortragekreuz und Altarabsperrung 

Kathedrale St. Gallen August 2013

Es gibt Dinge, die macht man nur einmal im Leben. Mitten auf dem neuen Altar steht das Vortragekreuz auf einem filigranen Nussbaumständer. Genau senkrecht und kerzengerade. Damit sich der Ständer nicht verzieht ist er auf der ganzen Länge, fast 3 m, durchbohrt ( wirklich!!) und mit einem Chromstahlrohr ausgefüttert. Das Kreuz ist mit einer Hülse im Boden eingelassen und kann herausgenommen werden, ebenso kann es im unteren Drittel geteilt werden. Die zwölf Absperrpfosten werden mit dem Chromstahlrohr in eine Bodenhülse gesteckt und können entfernt werden. Holz-, Chromstahl- und Messingarbeiten waren eine Herausforderung die ich gerne angenommen habe. Für den Terazzokünstler habe ich eine Halterung konstruiert, mit der er die Bodenhülsen senkrecht eingiessen konnte. Das Nussbaumholz stammt  aus dem eigenen Holzlager, kein Teil ist verleimt.